news

“ROMEOS” kommt auf die Bühne!

Das Junge Ensemble des Theater Rüsselsheim zeigt:

“Somebody – nach dem Film Romeos”
am 20./21./22. Februar um 20h
Theater Rüsselsheim, Hinterbühne

Spielplan Theater Rüsselsheim

Tickets online hier

Angegliedert an das Theater Rüsselsheim, bietet das Junge Ensemble alljährlich Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren die Möglichkeit, sich unter professionellen Bedingungen im Theaterfach zu probieren. Diese studieren dann unter Anleitung einer professionellen Regisseurin oder eines professionellen Regisseurs ein Stück ein und führen dies auf der Hinterbühne im Theater Rüsselsheim auf.


In der Spielzeit 2017/2018  wird sich das Überthema der Inszenierung weitestgehend an dem Fokusthema von Kultur123 „Freiheit“ orientieren und wir können Ihnen jetzt schon versprechen, dass Sie sowohl das Ensemble als auch die Thematik überraschen wird.

———————————————————————————————————————————————————-

Rüsselsheimer Romeos

Das Junge Ensemble am Theater Rüsselsheim bringt das Theaterstück „Somebody – Ein Theaterprojekt nach dem Film Romeos“ im Original-Drehbuch von Sabine Bernardi auf die Bühne. Premiere der Uraufführung ist am 20. Februar 2018 um 20 Uhr auf der Hinterbühne. Weitere Aufführungen gibt es am 21. und 22. Februar. Regie bei dieser zehnten Produktion des Jungen Ensembles führt Milena Wichert. Bereits am 7. Februar 2018 um 18 Uhr führt ein Vortrag von Balian Buschbaum in der Stadtbücherei in das Thema Transgender ein.

Acht Frauen, fünf Männer: So groß wie die aktuelle Besetzung des Jungen Ensembles am Theater Rüsselsheim war die renommierte Nachwuchstruppe des Gastspielhauses von Kultur123 Stadt Rüsselsheim in den zehn Jahren ihres Bestehens lange nicht mehr. Und es ist auch ein großer Stoff, den sich das „JE“ für die neue Produktion ausgesucht hat:

Die Schauspielerinnen und Schauspieler im Alter von 15 bis 22 Jahren bringen die Uraufführung von „Somebody – Ein Theaterprojekt nach dem Film Romeos“ auf die Bühne, einem Film von Sabine Bernardi über den Transgender-Jugendlichen Lukas, der als Mädchen geboren wurde. In Rüsselsheim ist die Berliner Regisseurin und Produzentin auch durch ihre Teilnahme an der Auftaktveranstaltung von Kultur123 zum Fokusthema „Freiheit“ im September 2017 bekannt.

Diese Produktion ist nicht die allererste Uraufführung am Theater Rüsselsheim. „Aber dass hier ein Filmstoff als Theaterstück Premiere hat, das ist bisher einzigartig“, sagt Milena Franta. Sie ist am Theater Rüsselsheim für die jungen Formate verantwortlich, zu denen auch das Junge Ensemble gehört. Kultur123 hat die Bühnenrechte für „Romeos“ beim ZDF erworben. Das war die Grundlage für die Arbeit des Jungen Ensembles 2018, bei der Milena Wichert aus Frankfurt Regie führt.

Theaterscouts sind hier einbezogen und dürfen den Proben beiwohnen“, freut sich Milena Franta. Die Jugendlichen sind wichtige Multiplikatoren für das Theater Rüsselsheim, um das Publikum zum Beispiel in den Schulen der Stadt zu erreichen. Einen besonderen Dank richtet Frau Franta an den Förderverein des Theaters. Denn dieser hat im Vorfeld der Premiere einen Besuch von Balian Buschbaum in Rüsselsheim möglich gemacht. Der ehemalige Leistungssportler, heute erfolgreicher Autor und Coach, wurde als Frau geboren. Am 7. Februar 2018 um 18 Uhr setzt er sich in der Stadtbücherei von Kultur123 Stadt Rüsselsheim mit dem Thema „Vielfalt (er)-Leben“ auseinander. „Dieser faszinierende Abend wird auch ein starkes Beispiel für die gute Kooperation der einzelnen Betriebsteile von Kultur123 Stadt Rüsselsheim sein“, freut sich Frau Franta.

Milena Wichert ist begeistert von der Offenheit und Intensität mit welcher sich die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler dem Thema Transsexualität nähern. Diese genuin jugendlichen Perspektiven geben der Rüsselsheimer Bühnenfassung von „Romeos“ eine besondere dramaturgische Kraft. Selbstverständlich ist eine so gute Dynamik allerdings nicht. Deshalb stand am Anfang der Produktion eine intensive Zeit der Recherche und Gespräche, bevor das Ensemble in die eigentliche Szenenarbeit eingestiegen ist.

Die in Neuss geborene und aufgewachsene Regisseurin Milena Wichert kam schon im Grundschulalter zum Theaterspielen. „Ich dachte immer, dass ich Schauspielerin werde“, sagt die junge Frau, die unter anderem im Jugendklub der Theater in Neuss und Düsseldorf gespielt hat. „Aber irgendwann hat dann doch die Faszination daran gesiegt, Regie zu führen“. Während ihres Studiums an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst gründete sie das Kollektiv HELLA LUX mit dem unter anderem Arbeiten am Künstlerhaus Mousonturm entstanden.

Das Theater Rüsselsheim kannte Milena Wichert bereits namentlich über das „Starke Stücke“ Festival, bei dem sie 2016 im „Next Generation“-Programm mitarbeitete. Über die Arbeit am Theater Rüsselsheim seit Oktober 2017 sagt die Regisseurin: „Es macht mich unglaublich froh, mit welchem Engagement das Junge Ensemble diese Produktion durchzieht und wie viele Menschen uns unterstützen“. Die Jugendlichen seien nicht nur dem Thema Transgender sehr offen begegnet, sondern zeigten auch gegenseitig viel Respekt. Und genau darum gehe es letztlich auch in „Somebody“: Andere wertzuschätzen und ihre Stärken anzuerkennen – ganz unabhängig davon, wer und was man ist.
„Romeos“
Der Film von Sabine Bernardi erzählt die Geschichte von Lukas. Der 20-jährige, geboren als Miriam, befindet sich in seiner konträrgeschlechtlichen Hormontherapie zum Mann. Während des Zivildienstes in Köln lebt er in einem Mädchenwohnheim, weil er dem Pass nach noch als Frau gilt. Durch seine beste Freundin Ine taucht er in die schwul-lesbische Szene Kölns ein. Dann lernt Lukas Fabio kennen, der offenbar auf Frauen steht. Als dieser Lukas körperlich näher kommt, ergreift Lukas die Flucht. So beginnt eine komplizierte, authentische Jugendromanze mit einem hoch aktuellen Thema im Mittelpunkt. Das Junge Ensemble am Theater Rüsselsheim bringt den Filmstoff nun erstmals auf die Bühne.